Zusammenfassung
Die zunehmende Prävalenz der morbiden Adipositas geht auch in Deutschland mit einer deutlichen Zunahme von Adipositas- und metabolisch-chirurgischen Eingriffen einher. Aufgrund der Effektivität der metabolischen Chirurgie hinsichtlich der Gewichtsreduktion, der Rückbildung der Komorbiditäten sowie der Erhöhung der Lebensqualität im Vergleich mit konservativen Verfahren hat die Bedeutung der Adipositaschirurgie erheblich zugenommen. Metabolische Defizite können Folge diverser restriktiver, kombinierter und malabsorptiver Operationsmethoden sein.
Das Ziel der vorliegenden Übersicht ist es, die Problematik der nutritiven Mangelzustände und deren Prophylaxe, die Folge verschiedener bariatrischer Eingriffen sind, darzustellen und daraufhin eine passagere oder permanente Überwachung und ggf. Supplementation zu fordern.
Nach „Gastric Banding" (GB) und „Sleeve-Gastrektomie" (SG) betreffen nutritive Defizite meist die B‑Vitamine. Malabsorptive Methoden wie die biliopankreatische Diversion, der „Duodenal Switch" und der Magenbypass sind mit Eisen-, Folsäure-, Vitamin-B1-, Vitamin-B12- und Vitamin-D-Defiziten assoziiert.
Infolge der metabolischen und chirurgischen Komplikationen nach adipositaschirurgischen Eingriffen muss eine lebenslange Nachsorge der Patienten erfolgen. Die derzeit gültigen Richtlinien der amerikanischen Gesellschaft für Adipositas- und metabolische Chirurgie („American Association of Bariatric and Metabolic Surgery") sind die Basis der aktuellen Supplementationsempfehlungen in der bariatrischen (metabolischen) Chirurgie.
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